Konzept: III. Frühkindliche Bildung

Integration behinderter Kinder

Leitgedanken

Die Vielfalt menschlichen Lebens drückt sich in Unterschieden wie Hautfarbe, Gestalt, Sprache(n), Nationalität, körperliche, geistige und seelische Möglichkeiten der Lebensgestaltung aus.

Menschliches Leben ist ein Miteinander des Verschiedenen.

Bisher haben getrennte Lebenswelten und Institutionen für behinderte und nichtbehinderte Kinder das gesellschaftliches Denken und Handeln geprägt.

Mit dem neuen umfassenden Inklusionsgesetz sollen Kinder mit Behinderungen wie alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben und entsprechend wohnortnah in Kindertageseinrichtungen gefördert werden. Dies ist ein Anlass, um die Bedeutung von Einstellungen und Haltungen sowie persönliches Erleben in den Blick zu nehmen, um ein reflektiertes Verständnis von Behinderung zu erreichen und die Vielfalt menschlichen Lebens anzunehmen.

Für Kinder ist Anders-Sein eine Realität, mit der sie sich unbefangen und neugierig auseinandersetzen. Sie haben noch keine Kategorien entwickelt, wie menschliches Leben bewertet wird. Das tägliche Erleben eines breiten Spektrums menschlichen Seins bildet eine gute Voraussetzung für Toleranz und Achtung von Unterschieden im Äußerlichen, in Verhaltensweisen, in dem Bereich der Leistungen, in Ansichten und in der Weltanschauung.

In diesem Sinne kommt den Orten früher Sozialisation (Familien, Kindertageseinrichtungen und Schulen) eine grundlegende Bedeutung zu. Hier werden gesellschaftliche Maßstäbe vermittelt.

Das Bewusstsein, dass es immer um den einzelnen Menschen in seiner persönlichen Eigenart geht zeigt ein Menschenbild, das wir unserer pädagogischen Arbeit zu Grunde legen.

Es gilt daher für uns der Grundsatz:

„So viel Gemeinsamkeit wie nur irgend möglich, soviel Differenzierung wie im Einzelfall nötig.“

 

Umsetzung der Integration behinderter Kinder

Benötigt ein Kind in seiner Entwicklung besondere Unterstützung besteht für die Kindertageseinrichtungen die Möglichkeit- das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt- ein Antrag auf Integrationsförderung über den Träger der öffentlichen Jugendhilfe an den Landschaftsverband Münster als genehmigende Behörde zu richten. Es werden für die Integration finanzielle Mittel für den zusätzlichen Förderbedarf bereitgestellt, wenn das Kind durch den Landschaftsverband eine entsprechende Anerkennung erhalten hat.[1]

Die Leiterin oder die pädagogischen Fachkräfte informieren die Eltern gerne in einem persönlichen Gespräch über Möglichkeiten der Förderung und das entsprechende Verfahren.

Für die Integration eines behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindes müssen bestimmte Rahmenbedingungen gewährleistet werden, um den Bedürfnissen der einzelnen Kinder gerecht zu werden. Die Integration in eine Regelgruppe ist abhängig von der Gruppengröße, von der personellen Situation und den Räumlichkeiten der Einrichtung sowie dem Grad der Behinderung. Für vom Landschaftsverband anerkannter behinderte oder von Behinderung bedrohter Kinder wird ein auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes abgestimmter Förderplan aufgestellt

Die Integration kann nur geleistet werden und gelingen, wenn begleitende therapeutische Maßnahmen erfolgen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Erziehern, Eltern, Trägern und Fachkräften anderer Institutionen gewährleistet ist.

Für diese bedeutende Aufgabe ist das zuständige Fachpersonal der Kindertageseinrichtungen geschult und nimmt bei Bedarf an Fortbildungen teil.

Die Integration ist eine lohnende Aufgabe für alle Beteiligten und erfordert von allen den Mut das Selbstverständliche gemeinsam zu wagen.


Es gelten die Richtlinien des Landschaftsverbandes Westfalen (LWL) über die Förderung von Kindern mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen vom 19.12.2008 (in der Fassung vom 20.12.2013

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